Passend zu dem aktuellen frostigen Wetter hat die Umwelt-AG Futterspender für Wildvögel gebastelt. Bei diesen kalten Temperaturen und der vorhandenen Schneedecke fällt es vielen Vögeln schwer, ihre tägliche Nahrung zu finden. Die andauernde Kälte verlangt den Vögeln einiges ab: Je kleiner der Körper eines Vogels ist, desto mehr Energie benötigt das Tier, um nicht zu erfrieren. Das heißt, dass die Vögel insbesondere in den teils sehr kalten Nächten große Energiemengen aufwenden müssen, um die Kerntemperatur des Körpers konstant zu halten. Eine Blaumeise beispielsweise verbraucht bei einer Umgebungstemperatur von -10° C in nur einer Nacht eine Energiemenge, die zehn bis 15 % ihres eigenen Körpergewichtes aufzehrt. Das entspricht einem nächtlichen Gewichtsverlust von etwa 2 g. Diese Energie verwendet der Organismus der Blaumeise fast gänzlich dafür, die Körpertemperatur auf ihrem Normalwert zu halten.

Aus diesem Grunde sind Kleinvögel wie die Blaumeisen im Winter bis zu 85 Prozent des Tages damit beschäftigt, nach Nahrung zu suchen und ihre Fettreserven täglich neu aufzufüllen. Müssen die Vögel in Zeiten des Mangels weite Strecken auf ihrer Suche nach Futter zurücklegen, kostet dies viel Energie, die in kalten Nächten fehlt – ein Teufelskreis, den die Tiere den vom Menschen besonders stark veränderten Gebieten mit nur wenigen natürlichen Nahrungsquellen kaum allein durchbrechen können.

Diese Engpässe in Bezug auf die Nahrung haben in den vergangenen Jahren in etlichen Regionen Deutschlands drastisch zugenommen, weil wir Menschen immer mehr Flächen versiegeln, Gebüsche roden und „aufgeräumte“ Gärten anlegen, in denen kaum noch Wildkräuter und -pflanzen wachsen. Auch die intensiv betriebene Landwirtschaft, die für Wildkräuter zwischen den kultivierten Pflanzen kaum Platz mehr lässt, trägt ihren Teil zum Schwund der natürlichen Nahrungsquellen der Wildvögel bei.  Kü